Die Ausstellung „Gurs 1940“ erinnert ab dem 13. Januar 2021 im Landtag RLP an die Deportationen der saarpfälzischen Jüdinnen und Juden im Oktober 1940

Die Ausstellung „Gurs 1940“ erinnert ab dem 13. Januar 2021 im Landtag RLP an die Deportationen der saarpfälzischen Jüdinnen und Juden im Oktober 1940

Die Ausstellung erinnert an die Deportation von mehr als 6.500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland im Oktober 1940 nach Südfrankreich. Es war eine der ersten organisierten Verschleppungen von jüdischen Deutschen aus ihrer Heimat. Ziel der Züge, die in zahlreichen Städten gestartet waren, war das Lager Gurs am Fuße der Pyrenäen. Viele der Deportierten starben dort oder in anderen Lagern Südfrankreichs. Die in Gurs Internierten wurden ab dem Sommer 1942 nach Auschwitz-Birkenau und Sobibor weiter verschleppt und ermordet. Nur wenige Menschen überlebten. 

Regionale Geschichte, eingebettet in deutsche, französische und europäische Abläufe, wird aus den Perspektiven der Betroffenen, der Täterinnen und Täter, der Mitläufer sowie der Profiteure in Deutschland und Frankreich beleuchtet. Berichte, Fotos und Zeichnungen dokumentieren das Schicksal der Internierten. 

Zweisprachige Ausstellung in Deutsch und Französisch, erarbeitet von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.

Pädagogisches Begleitmaterial unter: www.landtag.rlp.de

Veranstaltende: Landtag Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Wir haben bereits in einem etwas älteren Beitrag auf die Eröffnung der Ausstellung in Speyer hingewiesen.