Öffentliches Online-Symposium zur Diskussion um Straßenumbenennungen am 1. Juni 2021

Öffentliches Online-Symposium zur Diskussion um Straßenumbenennungen am 1. Juni 2021

Am 1. Juni soll im Rahmen eines öffentlichen Online-Symposiums von 18 bis 21 Uhr das Thema Straßenumbenennungen beleuchtet und die Arbeit von Fachbeiräten und Verwaltungen in mehreren Städten in den Blick genommen werden. „Es ist keine einfache Aufgabe, Straßennamen, die es seit vielen Jahrzehnten gibt, an die sich die Bürgerinnen und Bürger gewöhnt haben, umzubenennen, daher ist uns die Beteiligung der Bevölkerung sehr wichtig. Für die Umbenennung von acht Straßen, die aufgrund umfassender geschichtlicher Ausarbeitungen des Fachbeirats im Mai 2019 von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, waren daher bereits im letzten Jahr verschiedene Veranstaltungen geplant, die wir aber leider aufgrund der Pandemie absagen mussten. Nun beginnen wir diesen Beteiligungsprozess erneut und starten dafür Anfang Juni mit dem Online-Symposium, bei dem ausgewiesene Fachleute zu der Umbenennung von Straßen vor dem Hintergrund geschichtlicher Verantwortung sprechen werden“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Nach einem einleitenden Referat von Professor Rainer Pöppinghege zum Thema „Nichts Wichtigeres zu tun? Straßennamen in der öffentlichen Debatte“ berichtet Professor Dieter Schott über das Straßennamenprojekt in Darmstadt, Professor Dietmar von Reeken befasst sich mit Oldenburg, Dr. Ralph Erbar mit Mainz und Dr. Maren Fröhlich mit Hannover. Den Abschluss bildet ein Referat der Darmstädter Soziologin Professorin Sybille Frank. Die Veranstaltung wird über die Plattform Webex stattfinden. Eine Anmeldung muss bis 28. Mai per Mail an rebekka.friedrich@darmstadt.de erfolgen. Am Online-Symposium werden auch Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die sich im Rahmen eines gemeinsamen Schülerprojekts des Vereins „Gegen Vergessen – für Demokratie“ und der Archivpädagogik des Hessischen Staatsarchivs Straßennamen-Projekts mit dem Thema befassen. In mehreren Veranstaltungen sollen sich die Jugendlichen in einem mediengestützten Projekt mit der Bedeutung von Straßennamen im historischen Kontext befassen und sich kritisch damit auseinandersetzen. Die Auftaktveranstaltung zu dem Projekt fand bereits am 5. Mai statt. Weiterhin wird der Prozess der Straßenumbenennung von einer Ausstellung sowie einer Bürgerveranstaltung begleitet: Die Ausstellung „Streitsache Straßennamen“ soll vom 5. bis 29. Oktober im Justus-Liebig-Haus gezeigt werden. Die Veranstaltung zur Bürgerinformation findet am 7. Oktober 2021 statt, ebenfalls im Justus-Liebig-Haus.

//Pressemeldung Stadt Darmstadt (18.05.2021)