Fortbildungsangebot der Gedenkstätte KZ Osthofen zu Fotografien als historische Quellen

Fortbildungsangebot der Gedenkstätte KZ Osthofen zu Fotografien als historische Quellen

In Weiterleitung der Gedenkstätte KZ Osthofen:

Wir laden Sie herzlich zum Workshop „Fotografien als historische Quellen in der pädagogischen Arbeit“ am 18. November 2022 um 9:30 Uhr  (bis 13:30 Uhr) in die Gedenkstätte KZ Osthofen ein.

Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte aller Schularten und Multiplizierende.

Im Fokus der Fortbildung, geleitet von Dr. Christoph Kreutzmüller – Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin – stehen Deportations-Fotos als historische Quelle:

Um einem historischen Ereignis nahe zu kommen, reisen viele Menschen an den Ort, an dem es stattgefunden hat. Beispielsweise besuchen mehr als 100.000 Menschen besuchen jedes Jahr die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin, um den Ort zu sehen, an dem die Ermordung der Juden in einer recht kurzen Sitzung besprochen wurde. Neben Orten vermitteln auch Fotos oft ein Gefühl der Nähe und prägen unsere Sicht auf die Vergangenheit(en) entscheidend mit. Wie der Autor des berühmten Romans „Im Westen nichts Neues“, Erich Maria Remarque, 1958 leichtfüßig bemerkte: „Das Auge ist ein stärkerer Verführer als das Wort“. Deshalb verwenden wir im Unterricht oft Fotos. Doch Fotos können nicht für sich selbst sprechen. Ohne Kontextualisierung bleiben sie stumm.

Hier setzt der Workshop an, analysiert Fotos der Deportation der Jüdinnen und Juden aus Deutschland als historische Quelle und diskutiert, wie wir Bilder im Unterricht einsetzen können.

Dr. Christoph Kreutzmüller arbeitet seit 1992 für die Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und seit 2020 im Projekt Last Seen von Arolsen Archives und Partnern. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören: (zusammen mit Julia Werner) „Fixiert. Fotografische Quellen zur Verfolgung und Ermordung der Juden in Europa. Eine pädagogische Handreichung“, Berlin (Bonn) 2016; und (mit Tal Bruttmann und Stefan Hördler) „Die fotografische Inszenierung des Verbrechens. Ein Album aus Auschwitz“, Darmstadt 2019.

Die Veranstaltung ist Teil der Ausstellung „Gurs 1940. Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“, welche vom 13. September bis 15. Dezember 2022 in Kooperation mit dem Bezirksverband Pfalz in der Gedenkstätte KZ Osthofen gezeigt wird.

Anmeldung und weitere Informationen unter info@ns-dokuzentrum-rlp.de / 06242-910810.

Diese Veranstaltung ist durch das Pädagogische Landesinstitut als „dem dienstliche Interesse dienend“ anerkannt.