Relaunch des Webportals „Offene Geschichte“ mit neuen Themenmodulen

Relaunch des Webportals „Offene Geschichte“ mit neuen Themenmodulen

WAS IST OFFENE GESCHICHTE? 

Die Plattform Offene-Geschichte.de zielt auf ein selbstständiges historisches Denken der Lernenden, das sie auf dem Weg zu einer eigensinnigen, selbst verfassten Geschichtserzählung unterstützt. Die Lernplattform für Geschichte steht an ihrem Anfang. Die gegenwärtige pandemische Bedrohung legte einen raschen Start nahe. Es folgen in den kommenden drei Jahren weitere Module und es werden ursprünglich vorgesehene technische Erweiterungen und weitere didaktische Entwicklungen laufend integriert. Der Name »Offene Geschichte« ist auf mehrfache Weise programmatisch zu verstehen:

Offene historische Situationen: Die Module der Plattform thematisieren Bedrohungssituationen in der Vergangenheit, die Lernende mit Hilfe des Modells »Bedrohte Ordnungen« 
untersuchen. Sie folgen einer (Arbeits-) Dramaturgie, die die Lernenden mit einer offenen historischen Situation konfrontiert und einen spannenden Lernanlass liefern will. In solch akuten und existentiellen Bedrohungen mussten Menschen ihre Möglichkeiten abwägen und unter hohem Zeitdruck Entscheidungen treffen. Lernende erkennen, dass die Zukunft für die Zeitgenossen offen war. Es hätte auch anders kommen können. In Möglichkeiten zu denken, öffnet Lernenden neue Deutungshorizonte und hilft bei der Orientierung für die Zukunft.

Offenes historisches Denken: Die Module wollen das eigene historische Denken der Lernenden anregen und unterstützen. Unvermeidbar steht diese Absicht in einem Spannungsverhältnis zu den technischen und methodischen Anforderungen digitaler Lernmedien und müssen hierbei Kompromisse eingegangen werden. Wo immer möglich können Lernende hier eigene Entscheidungen über die von ihnen zu bearbeitenden Quellen treffen; sie reflektieren eigene Vorannahmen und Vorstellungen und sie formulieren eigene Deutungen. Bei Analysen und Deutungen unterstützen Aufgabenformate mit Hilfen und Feedback die Lernenden, halten das Ergebnis aber offen, so dass die Lernenden tatsächlich zu verschiedenen Interpretationen und Beurteilungen gelangen können. 

Offene historische Erzählung: Am Ende verfassen die Lernenden eine materialgestützte, eigensinnige Geschichtserzählung und gelangen zu einem begründeten historischen Urteil. Ein gelungenes historisches Lernen wird hier als eine produktive Aneignung vergangener Wirklichkeiten verstanden, die von den Lernenden selbst erzählt wird. Deshalb können die Module auch keine Musterlösungen enthalten. Aufgaben in den Bausteinen helfen den Lernenden dabei, sich die historische Situation mit Quellen zu erarbeiten und fordern sie zu historischen Sachurteilen auf. Schrittweise lernen sie eine triftige, quellenbasierte und plausible Argumentation zu entwickeln. Es sind immer mehrere, ganz unterschiedliche Deutungen möglich.

(zit. n. https://offene-geschichte.de)

Die freigeschalteten Themenmodule im Überblick:

Quelle: Screenshot der Website offene-geschichte.de